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Europäische Einigung: Vertiefung der deutsch-tschechischen Beziehungen stand im Mittelpunkt

 

Seminar zur Völkerverständigung

BENSHEIM. Die Vertiefung des deutsch- tschechischen Verständigungsprozesses auf der Grundlage einer europäischen Einigung war Anliegen und Ziel eines Seminars des Deutsch- Europäischen Bildungswerks in Hessen unter Leitung seines Vorsitzenden Georg Stolle, Ehrenbürgermeister von Bensheim. Teilnehmer der vierzigköpfigen Delegation aus Hessen und anderen Bundesländern, die Ende Oktober nach Leitmeritz/Litomerice (Tschechien) fuhren, waren unter anderem die ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen und Vorsitzende des Synagogenvereins, Dr. Angelika Köster-Loßack (Bensheim), der Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen Hessen, Siegbert Ortmann, Stadtverordnetenvorsteherin und Vorsitzende des Freundeskreises Bensheim-Hostinné, Carola Heimann sowie der frühere Stadtverordnete und Stadtverordnetenvorsteher Volker Feick. Gefördert wurde das Seminar zur Völkerverständigung durch das Bundesministerium des Inneren in Berlin. Es beinhaltete zahlreiche Begegnungen auf kommunaler Ebene, so mit den Stadtoberhäuptern Ladislav Chulpac (Leitmeritz), Jaroslav Kubera (Teplitz-Schönau), dem früheren Europa- Abgeordneten Dr. Milan Horacek und der deutschen Minderheit "vor Ort". Grundlage der finanziellen Unterstützung bildete das Bekenntnis zur  europäischen Einigung als gemeinsame Basis für die Erhaltung einer freien Lebensart und tief verwurzelten Demokratie. Bei den Diskussionsrunden und Gesprächen zwischen Deutschen und Tschechen wurde die Pflege der freundschaftlichen Beziehungen beider Länder besonders hervorgehoben, aber auch die Schwachstellen in der aktuellen tschechischen Wertegemeinschaft thematisiert. Die Aufarbeitung der Vertreibungsgeschichte der Deutschen aus dem Sudetenland - viele Jahre ein Tabuthema - als wichtiger Bestandteil der deutsch-tschechischen Versöhnung und Verständigung, wurde ebenso angesprochen. Die Gruppe besuchte unter Regie des Bildungswerks-Vorsitzenden Georg Stolle auch zwei Orte des Grauens, das KZ Theresienstadt und die "Benesbrücke" in Aussieg. Stolle sprach Worte des Gedenkens, Dr. Angelika Köster-Loßack berichtete von zwei jungen Menschen, einem talentierten Maler und einem Musiker, die beide das Vernichtungslager lebend verlassen konnten. gs   Bergsträßer Anzeiger, 12. November 2013
Die deutsch-tschechischen Beziehungen hatte ein Seminar des Bildungswerks Hessen im Blick. Unser Foto zeigt (v.l.) den BdV- Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann, den ehemaligen Europaabgeordneten Dr. Milan Horacek, Dr. Angelika Köster-Loßack und den Bildungswerk-Vorsitzenden Georg Stolle.