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Völkerverständigung: Ehrenbürgermeister Georg Stolle organisierte Partnerschaftsprojekt des BdV in Ungarn und Kroatien

 

Reger Gedankenaustausch in Mohács

BENSHEIM. 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges leben die Menschen in Europa friedlich mit- und nebeneinander, zum Teil auch in der EU. Dennoch dürfen die Geschehnisse zwischen 1939 und 1945 und auch die Vertreibungen danach nicht vergessen werden. Eine Aufgabe, der sich das deutsch-europäische Bildungswerk in Hessen widmet. Der Vorsitzende dieser Einrichtung, der frühere Bensheimer Bürgermeister Georg Stolle, der gleichzeitig stellvertretender Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen (BdV) Hessen ist, organisierte dieser Tage das Drei-Länder-Partnerschaftsprojekt der hessischen Heimatvertriebenen in der Bensheimer Partnerstadt Mohács. Als Mitbegründer der Partnerschaft zwischen Bensheim und der ungarischen Stadt konnte das deutsch-europäische Bildungswerk keinen besseren Organisator für diese Reise als Georg Stolle gewinnen. Und so stellte er ein anspruchsvolles, vor allem aber interessantes Programm zusammen, bei dem den Teilnehmern aus ganz Hessen, darunter auch aus Bensheim, eine auf sehr hohem Niveau stehende Verständigungskultur näher gebracht wurde. Im Rahmen des Seminars erlebten die Teilnehmer zahlreiche deutsche, ungarische und kroatische Referenten, die die jüngere Geschichte ihres jeweiligen Landes beleuchteten. Es kam zu Begegnungen mit Vertretern der deutschen Minderheit vor Ort, zu Besuchen in deren Heimatmuseen. Es wurden stimmungsvolle Folkloreveranstaltungen mit Darstellungen des Brauchtums und Erinnerungsgegenständen geboten. In der Bensheimer Partnerstadt Mohács hieß Bürgermeister József Szekó die Gäste aus Hessen, besonders aber den Mohácser Ehrenbürger Georg Stolle, den Vorsitzenden des Freundeskreises Bensheim-Mohács, Bernhard Wahlig, seinen Vorgänger Norbert Bauer sowie den langjährigen zweiten Vorsitzenden Volker Feick, der sich für die Behinderteneinrichtungen der Stadt einsetzte und bleibende Verdienste erworben hat, willkommen.  

Im Haus der Nationalitäten

Sehr beeindruckt waren die Teilnehmer beim Besuch im Haus der Nationalitäten in Mohács. Hier referierte die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Gabriella Hahner-Feth über "Die Lösung der Minderheitenproblematik in der Vielvölkerstadt Mohács nach der Wende". Die Donauschwaben, die hier ansässig sind, hatten sich für ihre Gäste vorbereitet und gestalteten den Nachmittag mit musikalischen und Gedichtbeiträgen. Sie brachten dabei den Gästen ihre rund 350-jährige Geschichte näher, nachdem sie aus zahlreichen deutschen Regionen Ungarn besiedelten. Quintessenz dabei war und ist, das seinerzeit mitgebrachte Kulturgut, vor allem aber die deutsche Sprache weiterhin zu pflegen und zu unterhalten. Schließlich gaben die örtlichen Pfarrer von Mohács, Árpád Lörincz und Zsolt Wébel Einblicke über das religiöse Zusammenleben der Völker in der Bensheimer Partnerstadt. Zum Abschluss des Seminars referierten der frühere und der heutige Vorsitzende des ungarisch-deutschen Freundeskreises Mohács-Bensheim, Ferenc Zimmermann und György Werner sowie deren Pendant auf Bensheimer Seite, Bernhard Wahlig, über die Geschichte der Städtepartnerschaft Bensheim-Mohács. Der frühere Bensheimer Stadtverordnetenvorsteher Volker Feick sowie die beiden Bensheimer Magistratsmitglieder Norbert Bauer (SPD) und Bernhard Wahlig (CDU) statteten dem Mohácser Behindertenzentrum und seiner Leiterin Kathi Kolutacz einen Besuch ab und überzeugten sich von der segensreichen Arbeit dieser Einrichtung. Zum Abschluss der eindrucksvollen Reise wurde besonders Georg Stolle für die Seminarleitung und Vorbereitung und auf Mohácser Seite György Lehel gedankt, ebenso dem Auerbacher Pfarrer, Josef Belenyesi, der nicht nur Dolmetscherdienste verrichtete. mül Bergsträßer Anzeiger, 11. November 2012
Eine Reise im Sinne der Völkerverständigung unternahmen BdV-Mitglieder nach Ungarn und Kroatien.